Neurologische Erkrankungen

Denkt man an neurologische Erkrankungen ist die Epilepsie eine der ersten Krankheiten, die einem in den Sinn kommen. Findet im Gehirn eine unkontrollierte Entladung von Nervenzellen statt, führt dies zu Krampfanfällen, dem so genannten epileptischen Anfall.

Epilepsien werden fast immer medikamentös behandelt. Wichtig ist es dabei, die genaue Form der Anfälle zu kennen, da dies den entscheidenden Ausschlag bei der Medikamentenwahl gibt. In seltenen Fällen kann auch eine operative Entfernung kleinster Hirnregionen hilfreich sein.

Demenzen

Als Demenz bezeichnet die Medizin neurologische Erkrankungen des Gedächtnisses und des allgemeinen Denkvermögens, welchen degenerative neurologische Erkrankungen des Gehirnes zugrunde liegen.
Bis heute ist es nicht möglich, die Ursachen einer Demenzerkrankung zu behandeln. Wie bei vielen neurologischen Erkrankungen wird das Hauptaugenmerk der Therapie vor allem auf die Erhaltung der alltäglichen Fähigkeiten gelegt. Sinnvoll sind hier eine Ergotherapie und Logopädie, aber auch eine begleitende Einnahme von Antidementiva, um dem körperlichen Abbau entgegen zu wirken.

Ischämischer Schlaganfall

Durch Ablösung eines Blutgerinnsels kann es zu einem Verschluss einer Hirnarterie kommen. Dies führt zu einer Minderdurchblutung (Ischämie) eines Teilbereiches des Gehirns. Je nach betroffenem Hirngebiet kommt es zu unterschiedlichen neurologischen Störungen bis hin zur vollständigen Lähmung einer Körperhälfte. Auch Gefühlsstörungen und Einschränkungen des Erinnerungsvermögens können auftreten.
Um verloren gegangene Körperfunktionen wiederzugewinnen, sind eine rasche Physiotherapie, sowie Ergotherapie und Logopädie unumgänglich.
Um weiteren Schlaganfällen vorzubeugen, wird eine so genannte Antikoagulation von ärztlicher Seite durchgeführt. Dabei nehmen die Patienten Medikamente ein, die auf die Blutgerinnung wirken.

Morbus Parkinson

Mehrere neurologische Erkrankungen, wie die bekannte Parkinson-Krankheit, beruhen auf einer Störung des Dopamin-Haushaltes im Gehirn. Dadurch kommt es zu Bewegungsstörungen, Muskelstarre, Zittern und in manchen Fällen auch zu Depressionen.
Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn neben der medikamentösen Therapie auch eine Physio-, Sprach- und Ergotherapie erfolgen. In fortgeschrittenen Fällen kann eine neurochirurgische Behandlung mit einer Tiefenhirnstimulation (THS) hilfreich sein.

Chronische Kopfschmerzen und Migräne

Auch Migräne zählt zu den neurologischen Erkrankungen.

Auch Migräne zählt zu den neurologischen Erkrankungen.

Typische Symptome für eine Migräne sind einseitige, pulsierende und pochende Kopfschmerzen. Neurologische Erkrankungen wie die Migräne machen die Betroffenen oft licht- und geräuschempfindlich.
Obwohl man eine Migräne nicht heilen kann ist es durchaus möglich, diese zumindest erträglich zu halten. Der behandelnde Arzt kann schmerzstillende und auch vorbeugende Medikamente verschreiben und eventuell begleitende Therapien wie Psychotherapie zum Abbau von Stressauslösern einleiten.

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