Tourette

Das Tourette Syndrom, welches auch als Gilles-de-la-Tourette-Syndrom bezeichnet wird, ist eine neurologische psychiatrische Krankheit, welche ihr Auftreten durch sogenannte Tics hat. Die Tics sind unfreiwillige heftige Bewegungen wie auch permanente Wiederholungen, welche zudem auch in verbale Laute geäußert werden können.

Bekanntheit erlangte die Krankheit durch Georges Gilles de la Tourette, welcher bereits um 1885 die Symptome der Krankheit literarisch niederschrieb. Durch die lange Stille und das seltene Aufkommen der Krankheit wurden viele Fehldiagnosen gestellt, bis in den 1990er Jahren die Krankheit vermehrt auftrat und die alten Schriften von Gilles de la Tourette wieder angewandt wurden.

Symptome und Diagnose

Das Tourette Syndrom tritt meistens im Alter von sieben Jahren auf. Bis zum 14. Lebensjahr ist das Syndrom durchwegs voll ausgeprägt und alle Tics dermaßen intensiv, dass es für die betroffene Person schwer wird, ein “normales” soziales Leben führen zu können. Während zwar 70 Prozent der Betroffenen zwischen dem 16. und 26. Lebensjahr eine Verbesserung feststellen, so gibt es 30 Prozent, welche eine Verstärkung der Tics erleben. Schon alleine ein Naserümpfen, Augenblinzeln oder Grimassen können bereits erste Anzeichen für Tourette sein. Die Symptome bzw. die Tics treten mehrfach am Tag auf, wobei Häufigkeit wie Art und Intensivität je nach der Lage des Betroffenen intensiver oder sanfter ausfallen können. Vor allem bei emotionalen Belastungen werden die Tics heftiger. So ist es möglich, dass viele der Betroffenen die Tics einigermaßen kontrollieren können. Andere hingegen sind den Tics vollkommen ausgeliefert.

Die Diagnose Tourette wird allein durch Beobachtung erstellt.

Die Diagnose Tourette wird allein durch Beobachtung erstellt.

Die Diagnose Tourette wird rein durch die Beobachtung gestellt. Das Verhalten gibt bereits Aufschluss darüber, ob der Betroffene an dem Syndrom erkrankt ist oder nicht. Neurologische oder auch psychologische Verfahren zur Feststellung der Krankheit gibt es nicht. Zudem werden verschiedene Fragebögen wie auch Schätzskalen angewendet um herauszufinden, wie intensiv die Tics tatsächlich sind. Von der Erkrankung an diesem Syndrom spricht man dann, wenn man mindestens einen vokalen und mindestens zwei motorische Tics hat.

Therapie und Heilungschancen

Tourette ist nicht heilbar. Auch wenn immer wieder versucht wird mit Gehirnoperationen und der Einbringung von Impulsen am Gehirn das Syndrom zu heilen, so ist es bis dato eine unheilbare Erkrankung, welche – je nach Behandlung – besser oder auch schlechter werden kann.

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